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Spende
Die Kichengemeinde Marienfelde freut sich über jede Spende, die sie erhält.Wir sind ihnen gerne behilflich einen konkreten Arbeitsbereich zu finden,dem sie eine finanzielle Zuwendung zukommen lassen wollen.
Ab dem Betrag von 200 € stellen wir ihnen selbstverständlich eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt aus. Bei Spenden unter 200 € reicht der Kontoauszug ihrer Bank oder wenn sie es bar bei uns eingezahlt haben unsere Quitung.
Freiwilliges Kirchgeld
„Typisch Kirche“ werden einige sagen, „die wollen immer nur Geld haben, obwohl sie so reich sind“. „Ja“, würde ich antworten, „wir sind reich an Menschen, die sich für die Kirchengemeinde engagieren, die neben ihrer Erwerbstätigkeit Zeit und Energie aufbringen, um für andere da zu sein“. Wenn wir in der Seniorenarbeit ohne die Menschen des Geburtstags- und Besuchsdienstkreises auskommen müssten, die sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen, dann würde es für viele ältere Menschen in Marienfelde weniger Lebensqualität geben. Da wird Blinden vorgelesen, Rollstuhlfahrer werden ausgefahren, Gehbehinderten Spaziergänge ermöglicht usw. Über vierzig Menschen, die 80, 85, 90 Jahre oder älter sind, wird jeden Monat im Namen der Kirchengemeinde ehrenamtlich zum Geburtstag gratuliert.
Reich sind wir auch an Menschen, die jeden Monat mit der Kirchensteuer ihren finanziellen Beitrag am Bestehen der Kirche leisten. Sie lassen vom Finanzamt ca. 8,7% von der Lohnsteuer/Einkommenssteuer der Kirche zukommen. (Für diese Dienstleistung bezahlt die evang. Kirche Berlin-Brandenburg dem Finanzamt jährlich ca. 6,3 Millionen Euro).
Diesen Menschen danken wir, weil sie trotz der starken finanziellen Belastungen, die auf die meisten seit einigen Jahren durch Steuern, Sozialabgaben, Mieterhöhungen ... zugekommen sind, ihrer Kirche die Treue halten.
Reich sind wir auch an Menschen, die in Gottesdiensten eine Kollekte für Arbeitsbereiche in unserer Kirchengemeinde geben. Durch Kollekten und Spenden werden fast alle Arbeitsbereiche der Marienfelder Kirchengemeinde finanziert. Alle Sachausgaben z.B. der Jugend-, Kinder-, Seniorenarbeit sind finanziert durch Kollekten aus Gottesdiensten und durch Einzelspenden.
Reich sind wir auch an Menschen, denen es nicht egal ist, wie wir als Christen heute leben können, denen die Frage nach Gott und seiner lebendigen Gegenwart eine wichtige Frage ihres Lebens geblieben ist.
Ja, so reich sind wir durch alle Menschen, die das Leben der Kirchengemeinde in Marienfelde mitgestalten, Lasten mittragen, Aufgaben übernehmen, denen „Kirche“ nicht nur ein historisch wertvolles Gebäude ist, sondern sie zu einer lebendigen Gemeinschaft formen.
Aber ...
... die Gelder reichen nicht mehr aus, um den gegenwärtigen Stand zu erhalten. Das hat seinen Grund nicht darin, dass wir in der Kirche unvorsichtig mit dem Geld umgegangen sind. Die Kirchenaustritte, mehr Beerdigungen als Taufen und die Steuergesetzgebung führen u.a. zu weniger Einnahmen. Die Folgen sind für uns deutlich spürbar. Sowohl im Personalbereich als auch bei den Sachkosten müssen harte Einsparungen vorgenommen werden.
Bei den Sachkosten verursachen die höheren Abgaben für Wasser, BSR, Strom- und Telefonkosten Mehrausgaben, gleichzeitig wurden die Gelder für unsere Kirchengemeinde gekürzt.
Die Kirchenaustritte der vergangenen Jahre haben neben einer Entfremdung von der Kirchengemeinde sicherlich auch ihre Gründe in der finanziellen Belastung der Bürger. Es ist ein gesellschaftliches Problem, daß wir uns in der Bundesrepublik in einer Institutionellen Krise befinden. Gewerkschaften, Vereine, Parteien, Kirchen - alle haben mit den Folgen einer Abwanderungsbewegung von Mitgliedern zu kämpfen. Es ist eine Entsolidarisierung der Gesellschaft zu beobachten; der Eigennutz siegt über den verantwortlichen Gemeinschaftssinn. Wir erleben es immer wieder, daß von Ehepartnern der Verdiener aus der Kirche austritt, die Frau, die keine Arbeit hat, bleibt in der Kirche, und die Familie beansprucht aber
a l l e k i r c h l i c h e n L e i s t u n g e n, o h n e d a ß s i e e i n e n Cent zum Existieren der Kirchengemeinde beiträgt. Sie erwarten einen Organisten bei der Trauung, einen Haus- und Kirchwart, sie erwarten eine geheizte Kirche und ausreichende Beleuchtung, sie erwarten Gesangbücher zum Singen und selbstverständlich eine Trauurkunde, sie erwarten Glockengeläut und letztlich auch einen Traupfarrer. Daß dieses alles selbstverständlich vorhanden sein muß, damit der festliche Rahmen gesichert ist, wird angefordert und natürlich alles zum Nulltarif. Wir wollen aber keine Dienstleistungen verkaufen, so nach dem Motto: Lt. Gebührenordnung für Trauungen können sie alles zum Festpaket für 250,00 Euro kaufen. Uns geht es um die Herzenssache Jesu Christi, wir wollen die frohe Botschaft verkünden und den Menschen Mut zum Leben machen, ihnen Hoffnungen des Glaubens weitergeben, sie ermutigen, auf der Brücke des Vertrauens zu Gott gehen. Wir haben nichts zu verkaufen, sondern wir haben die frohe Botschaft zu verkündigen.
Sicherlich ist die Kirche bei der Frage der Kirchenmitgliedschaft zu stark auf ein Entweder-Oder eingeschworen. Wer Mitglied der Kirche ist, muß als Erwerbstätiger Kirchensteuer zahlen. Ich erlebe es immer wieder, daß Menschen durch persönliche Problemsituationen mit jedem Cent rechnen müssen, und dann wird natürlich auch die Kirchensteuer eingespart. Wir müssen eine Möglichkeit anbieten, abgestufte Formen der Kirchenmitgliedschaft zeitbedingt zu haben, die es Menschen erlaubt, nicht zum Amtsgericht als letztem Ausweg gehen zu müssen, um den Austritt zu erklären.
Nicht alle der ca. 10.400 Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde zahlen Kirchensteuer, sondern nur die, die Einkommen- bzw. Lohnsteuer entrichten müssen. Der Anteil der Kirchensteuerzahler ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.
Wie Sie sicherlich aus den vielen Medienbereichten wissen ,geht das Kirchensteueraufkommen kontinuierlich zurück - nicht zuletzt auch durch die gerechtfertigten Steuerreformen der Bundesregierung. Von den ca. 10.400 Marienfelder Gemeindegliedern zahlen aber nur ca. 38% überhaupt Kirchensteuern, denn alle Kinder, Jugendlichen , sozial Schwache, Arbeitslose und alle Rentner sind ausgenommen von der Kirchensteuerzahlung.
Seit 1997 bitten wir um ein freiwilliges Kirchgeld – der Start ergab das schöne Ergebnis mit 14.500.-DM , 1998 wurden 21.000.- DM , 1999 dann 25.200.- DM gespendet .Im Jahr 2000 ging der erfolgversprechende Anstieg nicht weiter, es reduzierte sich auf 19.888,98 DM – im Jahr 2001 ist durch die Euroumstellung das Haushaltsjahr bereits am 31.10. geschlossen worden, so daß das Ergebnis von ca. 15.000 DM nicht aussagefähig ist.Fast 18.000 Euro erhielten wir 2002. Für das Jahr 2003 - 2005 sah es nicht so gut aus, sicherlich weil wir keine neuen Zivis mehr eingestellt haben und manche Kirchgeldzahler dann auch ihre Zahlungen eingestellt haben.
Mit einer einmaligen oder monatlichen Spende können sie einen Beitrag leisten, der wichtige Arbeiten für die Menschen in Marienfelde ermöglicht. Deshalb sind wir dankbar für j e d e n Betrag, denn wenn z.B. 200 Menschen jeden Monat 2 € spenden, dann haben wir 4800€ im Jahr und können die Arbeit fortsetzen.Wir danken allen, die uns in der Arbeit unterstützen wollen.
Lassen sie uns zeigen, dass wir reich an Menschen sind, die in Zeiten, in denen es zwischen Menschen kälter geworden ist, mit uns gemeinsam Lichtpunkte setzen können.
Pfarrer Eckhard Park
P.S. Sie können Ihre Spende direkt in einem unserer Gemeindebüros einzahlen oder auf das eingerichtete Konto des Freiwilligen Kirchgeldes überweisen. Jede Spende ist bei der Steuererklärung absetzbar und ab dem Betrag von 200 € stellen wir Ihnen die erforderlichen Bescheinigungen für das Finanzamt gerne aus. Bis zu diesem Betrag gilt der Einzahlungsnachweis.
Kirchliches Verwaltungsamt Berlin Mitte-West
Postbank Berlin BLZ 100 100 10
Kontonummer: 28013100
Verwendungszweck: HHST. 1316.00.9260.00.0160 Marienfelde
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