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Ökumenischer Arbeitskreis Marienfelde

Im Ortsteil Marienfelde haben wir eine für Berlin nicht ganz typische Situation zu beachten: Die katholische Gemeinde, seit 2006 fusioniert aus den ehemaligen Gemeinden St. Alfons und Vom Guten Hirten, jetzt katholische Gemeinde Vom Guten Hirten, deckt in etwa die gleiche Fläche ab wie die evangelische Kirchengemeinde Marienfelde und sie entsprechen gemeinsam etwa der Fläche des Ortsteils von Marienfelde. Allerdings gehört zur katholischen Gemeinde zusätzlich ein kleiner Teil des (Steglitzer) Ortsteils Lankwitz.

Zur Geschichte des ökumen. Arbeitskreises

Der Ökumenische Arbeitskreis Marienfelde (Ök.AK.M.) in seiner jetzigen Form bestehtseit 1992. Es war zunächst ein Ökumene-Ausschuß des PGR St. Alfons beschlossen worden, der unter Pfarrer Kluck das erste Mal im Mai 1992 zusammentrat. Da aber bald auch Vertreter der beiden anderen Marienfelder Gemeinden einbezogen wurden, wurde das Gremium in „Ök.AK.M.“ umbenannt. Infolgedessen wurde im April 1995 vom neu gewählten PGR das Auslaufen des „Ökumene-Ausschusses“ St. Alfons formell festgestellt und ein „Sachbearbeiter“ für Ökumene berufen. Dabei ist es nach der Neukonstituierung des PGR vom November 1999 geblieben.

Der Ök.AK.M. hat zur Zeit ca. 12 Mitglieder und setzt sich zusammen aus den Pfarrern/Pfarrerin der Gemeinden und weiteren Mitgliedern der Gemeinden.

Die Ökumene in Marienfelde hat aber eine wesentlich längere Tradition:

Abgesehen von dem Weltgebetstag der Frauen, der schon vor 1970 stattfand, wurde eine erste ökumenische Zusammenarbeit der drei Gemeinden durch die 750-Jahr-Feier des Ortsteils Marienfelde angestoßen: Am Pfingstsonntag 1970 fand ein ökumenischer Festgottesdienst in der Dorfkirche Marienfelde statt unter Leitung des Herrn Generalvikars Dr. Albs und des Bischofs Scharf. Eine Woche später veranstalteten die „vereinigten Kirchenchöre“ ein Kirchenkonzert in der Dorfkirche.

Auf dieser Erfahrung aufbauend, wird seit diesem Jahr jährlich am Pfingstmontag vormittags ein ökumenischer Wortgottesdienst in der Dorfkirche von allen 3, nunmehr zwei Gemeinden gemeinsam durchgeführt. – Ob darüber hinaus zu dieser Zeit weitere ökumenische Kontakte bestanden, ist nicht bekannt.

Anläßlich der Gemeindemission in St. Alfons Anfang 1982, bei der in einer Predigt zur Ökumene wenig Positives vorgetragen wurde, bildete sich im Mai 1982 auf Anregung und unter Leitung von Herrn Christoph Henzel ein ökumenischer Arbeitskreis St. Alfons, der sich bis Oktober 1983 etwa alle zwei Monate traf und sich ausführlich mit der Entstehung und Entwicklung der Reformation sowie mit weiteren Fragen der Ökumene auseinandersetzte.

Von1983 bis 1986 gab es eine Zeit intensiver Zusammenarbeit mit relativ häufigen Zusammenkünften, bei denen verschiedene religiöse Themen behandelt wurden, oder mit gemeinsamen Gottesdiensten. Es kam auch zu mehreren ökumenischen Seminaren, die meist an 3 Abenden in der Woche stattfanden.

Von 1987 bis 1991 wurden nur wenige gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, u. a. ein ökumenisches Seminar im Dezember 1990, das unten noch einmal zur Sprache kommt.

Seit dem Bestehen des Ök.Ak.M. 1992 hat sich ein ziemlich feststehendes “Jahresprogramm“ entwickelt:

Januar - Ökumene-Seminar in der Gebetswoche für die Einheit der Christen

März - Weltgebetstag

Pfingstsonntag - Mitwirkung an der „Nacht der offenen Kirchen“

Pfingstmontag - Ökumenischer Gottesdienst

Juni - Ökumene-Stand beim Sommerfest der ev. Kirchengemeinde

Herbst - Ökumenischer Bibelabend

November - Ökumenischer Bußtagsgottesdienst

Dezember - Gemeinsame Adventsandacht

Die Sitzungen des Ök.Ak.M., die etwa vierteljährlich durchgeführt werden, dienen der Planung, Vorbereitung und Nachbesprechung dieser Veranstaltungen und den Überlegungen über die weitere Förderung der Ökumene.

Den Vorsitz hatte viele Jahre lang Herr Bernhard Michalke inne, der nun von Frau Evelyn Kroll abgelöst wurde.